Virtual Collaborative Learning

Virtual-Collaborative-Learning – kurz VCL – bezeichnet einen Ansatz, nach dem Studierende im virtuellen Klassenzimmer in einer Kleingruppen-Projektarbeit eine komplexe, realitätsnahe Fallstudien bearbeiten. Während der ca. vierwöchigen Arbeitsphase organisieren die Studierenden sich und ihre Arbeitsprozesse weitestgehend selbst und tragen die Verantwortung für das Arbeitsergebnis. Bei fachlichen und methodischen Fragen oder Problemen können sie speziell geschulte Tutoren ansprechen. Entsprechend dem konstruktivistischen Lernverständnis ist die Rolle der Lehrenden damit eine stark zurückhaltende. Sie verstehen sich als Lernbegleiter, die nur bei Bedarf eingreifen und unterstützend zur Seite stehen.

Die Kommunikation zwischen den Studierenden innerhalb der Kleingruppen und mit den Tutoren erfolgt vorrangig über Social Media (z.B. Chat, Forum, Wiki). Der Einsatz dieser Tools ermöglicht den Lernenden nicht nur die zeitlich synchrone und asynchrone Bearbeitung der Fallstudie, sondern unterstützt auch die kollaborative Zusammenarbeit. Ergänzend zu den verschiedenen Tools bündelt ein zentrales Social Network (Ning) alle Aktivitäten der Lernenden und Lehrenden und stellt grundlegende Informationen bereit.


Abb.: Fallstudienverbund Netzwerk auf Ning  

Der Einsatz von VCL ist bereits seit über 10 Jahren in der Lehre der TU Dresden erprobt. Seine Potenziale sollen auch in dem neuen Qualifizierungsangebot Fallstudienverbund genutzt werden. So kann durch die gemeinsame, virtuelle Bearbeitung einer Aufgabenstellung neben der Fachkompetenz der Studierenden u.a. auch die Methoden- und Entscheidungskompetenz, die Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie der reflektierte Umgang mit Social Media gefördert werden.